SOL-Symposium

19./20. Juni 2026

  • Kann Wirtschaft ein gutes Leben für alle schaffen?
  • Was bedeutet Wohlstand eigentlich?
  • Wie verschärfen Desinformation und Werbung die Klimakrise?
  • Und was hat das alles mit DIR zu tun?

Freitag, 19. Juni

09:30 Ankommen und Anmeldung
10:00 Begrüßung
10:15 Referat Judith Derndorfer
11:45 Kaffeepause
12:00 Arbeitskreise Block A

13:30 Mittagessen

15:00 Referat Hans Holzinger
16:30 Arbeitskreise Block B
18:00 Abendimbiss
18:30 Filmabend: But Beautiful

Samstag, 20. Juni

09:00 Ankommen und Anmeldung
09:30 Referat Ilona Otto
11:00 Kaffeepause
11:15 SOG-Theater: Playback-Theater I.

12:45 Mittagessen

14:00 Referat Aaron Sterniczky
15:30 SOG-Theater: Playback-Theater II.
17:00 Ausklang

Freitag, 19. Juni

10:15 – 11:45

(Ökonomin, Referentin für Verteilungsfragen und Feministische Ökonomie in der Abteilung Wirtschaftswissenschaften und Statistik der AK Wien.)

  • Derzeit ist das Wirtschaftswachstum, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), bei uns nahe Null. Was misst das BIP überhaupt? Und eignet sich der Indikator zur Messung des Wohlstands?
  • Werden die Armen ärmer und die Reichen reicher?
  • In Teilen der Mittelschicht gibt es Abstiegsängste. Gibt es dafür reale Gründe? Was sind die politischen Konsequenzen von steigender ökonomischer Unsicherheit?

Foto: Lisi Specht

12:00 – 13:30

A1: Wirtschaftskrise? Wirklich?

Vertiefung des Referats

Judith Derndorfer

A2: Sich engagieren, ohne auszubrennen

Wie nähren wir die Hoffnung inmitten des Klimadesasters? Persönlicher Austausch mit Meditationsübungen. (Bitte bequeme Kleidung mitbringen.)

Ernst Fürlinger (Universität für Weiterbildung Krems; Plattform für Nachhaltige Entwicklung; Religionswissenschaftler)

A3: Kreislaufwirtschaft

Joe Gansch führt durch die Wanderausstellung der eNu.

Die Ausstellung ist während des gesamten Symposiums zugänglich!

A4: Gemeinwohl-Ökonomie

Wirtschaft(en) mit Werten

Lorenz Trattner (Mitarbeiter im Gründungsverein der Gemeinwohl-Ökonomie Österreich; Unternehmens-Netzwerk; Koordination Gemeinwohl-Produkt/-Index)

Foto: Bettina Thaller

15:00 – 16:30

(Wirtschafts- und Sozialgeograph, Senior Adviser der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Autor mehrerer Bücher, zuletzt „Von nichts zu viel, für alle genug“, „Wirtschaftswende“)

  • Wie hängt eigentlich das BIP und sein Wachstum oder Nicht-mehr-Wachstum mit persönlichem Wohlbefinden zusammen? Gibt es nicht neben dem materiellen Wohlstand auch den Beziehungswohlstand, den Zeitwohlstand, den Demokratiewohlstand usw.?
  • Wäre es nicht lohnend, Lebensstile für ein „gutes Leben für alle“ zu finden, die unseren „wirklichen“ Wohlstand steigern, ohne dass wir immer mehr produzieren und konsumieren müssen und damit unsere Lebensgrundlagen zerstören? Oft produzieren wir sogar das Falsche (Angriffswaffen, Gasheizungen, Verbrennerautos, kurzlebige Produkte, …)

Stimmen, die das vorschlagen, werden immer lauter. Gegen die dröhnende Lautstärke der Werbung, die uns zum „Immer mehr kaufen“ verführen will, kommen sie jedoch noch nicht an. Auch über die Mechanismen der Werbung wollen wir daher sprechen.

Foto: Carmen Bayer

16:30 – 18:00

B1: Was macht ein „gutes Leben“ aus?

Vertiefung des Referats

Hans Holzinger

B2: Wohlstand und gutes Leben neu erzählen

Kollektive und persönliche Narrative – wie können wir sie bewusst gestalten?

Orsolya Lelkes (Ökonomin, Autorin von „Nachhaltiger Hedonismus“, Coach, Expertin für Wohlbefinden, 
www.lelkes.at)

Foto: Nora Varga

B3: Von der Überzeugung zum Lebensstil

Wie Grundhaltungen und Wertvorstellungen unseren Alltag prägen und  Glück und Zufriedenheit bewirken.

Persönliche Statements aus dem SOL-Kalender 2027 und Erfahrungsaustausch mit dem SOL-Kalenderteam.

Aus dem SOL-Kalenderteam:
Klaus Schuster, Shama Ajoubi, Karl Garnitschnig, Eva Meierhofer

B4: Von der Kampagne „Ich habe genug“ zum „guten Leben für alle“: Wie kann das gehen?

Von Degrowth, regenerativem Wirtschaften, Selbstwirksamkeit und Co-Creation – und vielem mehr!

Sabine Hoffmann (Empower this Planet), Helmut Wieser (Tanz der Teile, Mitmachregion Neulengbach) und Bernhard Haas (SOL, trainsition.at)

18:30

In seinem Film BUT BEAUTIFUL sucht Erwin Wagenhofer das Schöne und Gute und zeigt Menschen, die ganz neue Wege beschreiten. Wie könnte ein gutes, ein gelungenes Leben aussehen? Ist ein „anderes“ Leben überhaupt möglich? Entstanden ist ein Film über Perspektiven ohne Angst, über Verbundenheit in Musik, Natur und Gesellschaft, über Menschen mit unterschiedlichen Ideen aber einem großen gemeinsamen Ziel: eine zukunftsfähige Welt.

Frauen ohne Schulbildung, die Solaranlagen für Dörfer auf der ganzen Welt bauen. Permakultur-Visionäre auf La Palma, die Ödland in neues Grün verwandeln. Ein Förster, der die gesündesten Häuser der Welt entwickelt. Ein geistliches Oberhaupt mit Schalk und essentiellen Botschaften und seine tibetische Schwester mit großem Herz für die Jugend. Ein junges Jazztrio, ein etablierter Pianist, eine beseelte kolumbianische Sängerin, die uns den Klang der Schönheit vermitteln. BUT BEAUTIFUL verbindet sie alle.

Samstag, 20. Juni

09:30 – 11:00

(Professorin für Gesellschaftliche Auswirkungen des Klimawandels am Wegener Center für Klima und Globalen Wandel an der Universität Graz)

Die Wissenschaft ist sich einig: Der rasche Klimawandel ist menschengemacht. Dennoch säen Teile der Industrie und Politik bewusst Zweifel daran. Das verhindert wirksame Klimaschutzgesetze. Und Desinformationen verringern die Bereitschaft von Menschen zu einem klimabewussteren Konsumverhalten.

  • Wie funktionieren solche Desinformationskampagnen, und was kann man dagegen tun?
  • Wie verstärken die neuen Medien die Wirkung von Desinformationen?
  • In welchen anderen Themenbereichen tritt häufig Desinformation auf?
  • Wer hat Interesse an solchen Kampagnen?

Foto: Universität Graz, Pressestelle

11:15 – 12:45

Wir holen Beiträge ein, hören zu und verwandeln die Essenz des Erzählten assoziativ in theatrale Szenarien. 

Die Ästhetik des Theaters wirkt transformierend, verwebt individuelle Erfahrungen mit anderen Perspektiven und bringt die Reflexion des Publikums in einer besonderen Art auf die Bühne. 

14:00 – 15:30

(Professor an der Deutschen Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Potsdam)

Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Künstliche Intelligenz etc. verändern die Welt rasant und unumkehrbar. Wirtschaft wie bisher wird nicht mehr möglich sein.

Wie müssen wir Wirtschaft in der Mitte des 21. Jahrhunderts gestalten? Wird es eine Verwaltung des Mangels sein? Oder kann sie ein „gutes Leben für alle“ sicherstellen? Für alle – auch weltweit?

15:30 – 17:00

Stimmen zum Referat, zur gesamten Tagung, zu persönlichen Einschätzungen und mutigen Visionen bekommen ein Gesicht, eine Bewegung, eine Atmosphäre – fließend zwischen Worten und Symbolik, realistisch und zauberhaft.

Die Kraft des Gedachten, Erlebten und Erzählten verbindet, macht Emotionen im Raum sichtbar und schafft echte Beteiligung. 

Kostenbeitrag:

Spende nach Selbsteinschätzung. Wer mehr zahlen kann, zahlt mehr. Wer weniger zahlen kann, zahlt weniger. Wer gar nichts zahlen kann, darf auch dabei sein … Aber bitte bedenkt: Ohne eure Beiträge können wir kein Symposium durchführen, denn es gibt heuer keine Förderungen!

Übrigens: Auch diese Spende an SOL ist steuerlich absetzbar.

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Mitveranstalter: